Flocke in Oberhof
08.01.2026
Elvira Oeberg

Souverän zum Sieg: Oeberg gewinnt den Sprint

Beste Bedingungen, hochklassiger Sport und eine klare Siegerin: Die Entscheidung der Organisatoren, den Sprint der Damen beim BMW IBU Weltcup Biathlon in Oberhof wegen der schlechten Wetterprognosen auf Donnerstag vorzuverlegen, erwies sich als goldrichtig. Vor begeisterten Zuschauern in der ARENA am Rennsteig setzte sich Elvira Oeberg mit einem perfekten Rennen durch. Die Schwedin blieb erstmals in dieser Weltcup-Saison im Sprint bei beiden Schießeinlagen fehlerfrei und legte auch läuferisch die Bestzeit auf die anspruchsvolle Strecke. Der Lohn: ein souveräner Sieg mit deutlichem Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. „Ich habe endlich mal null geschossen im Sprint“, freute sich Oeberg im Ziel, die trotz harter Intervalleinheiten vor zwei Tagen im Training und wenig Regeneration nicht über die Wettkampf-Vorverlegung klagte. „Läuferisch war es sehr gut, ich bin sehr glücklich.“

Minkkinen und Simon komplettieren das Podest
Dahinter bestätigte Suvi Minkkinen mit einem erneuten starken Auftritt ihre gute Form. Ebenfalls ohne Schießfehler erkämpfte sich die Finnin Rang zwei (+21,1 Sekunden) und feierte damit bereits den dritten Podestplatz in dieser Saison. Platz drei ging an die Französin Julia Simon, die ebenfalls eine tadellose Schießleistung zeigte und das Podest komplettierte (+23,6 Sekunden). 

Aus deutscher Sicht überzeugte vor allem Franziska Preuß, die trotz eines Schießfehlers lange um die Podestplätze kämpfte und am Ende starke Fünfte wurde (+47,1 Sekunden). „Jeder Schritt haut hier voll rein, die Strecke ist nicht ohne“, sagte Preuß nach dem Rennen. Der Wind sei kein Problem gewesen, vielleicht sei das Risiko bei den Schnellfeuereinlagen etwas zu hoch gewesen. „Ein Fehler ist leider einer zu viel, aber die Form geht klar aufwärts“, blickte die Gesamtweltcup-Siegerin der Vorsaison nach ihrer Corona-Erkrankung optimistisch nach vorn – auch mit Blick auf die in wenigen Wochen beginnenden Olympischen Spiele. 

Direkt hinter Preuß folgte Janina Hettich-Walz auf Rang sechs. Die Schwarzwälderin zeigte trotz später Anreise und kurzfristiger Rennvorbereitung aufgrund der Vorverlegung ein starkes Rennen. Ein solides Schießen und die viertbeste reine Laufzeit waren die Basis für ihr bestes Saison-Ergebnis und ihr Ticket zur Flower Ceremony (+49,5 Sekunden, eine Strafrunde). „Ich bin mit dem Rennen heute sehr, sehr zufrieden. Die Vorbereitung war etwas holprig, aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen“, bilanzierte sie erleichtert.

Weitere deutsche Ergebnisse
Julia Tannheimer landete nach ordentlicher Leistung auf Platz 17 (+1:19,8 Minuten, zwei Strafrunden), während Vanessa Voigt trotz fehlerfreiem Schießen der läuferisch schweren Strecke Tribut zollen musste und mit einem Rückstand von 1:38,8 Minuten auf die Siegerin auf Rang 27 ins Ziel kam. Weltcup-Punkte sammelten auch Selina Grotian als 30. (+1:45,2 Minuten, zwei Strafrunden) und Anna Weidel auf Platz 32 (+1:50,2 Minuten, eine Strafrunde).

Jeanmonnot verteidigt Gelbes Trikot
Die Weltcup-Führende Lou Jeanmonnot musste sich diesmal mit Rang sieben begnügen. Ein Fehlschuss am Schießstand kostete die Französin eine bessere Platzierung (+54,9 Sekunden, eine Strafrunde). Für die Verfolgung sicherte sich Jeanmonnot allerdings wie die DSV-Stars Preuß und Hettich-Walz eine aussichtsreiche Position.

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