Flocke in Oberhof
10.01.2026
11.01.2026, Oberhof, Germany (GER): Julia Simon (FRA), Justine Braisaz-Bouchet (FRA), Oceane Michelon (FRA), Lou Jeanmonnot (FRA) - IBU World Cup Biathlon, pursuit women, Oberhof (GER). www.biathlonworld.com © Heilwagen/IBU. Handout picture by the International Biathlon Union. For editorial use only. Resale or distribution is prohibited.

Frankreich gewinnt Damen-Staffel souverän 

Start-Ziel-Sieg für Les Bleus: Die Französinnen haben beim BMW IBU Weltcup Biathlon in Oberhof rund vier Woche vor den Olympischen Spielen ihrer Gold-Ambitionen unterstrichen. In der ausverkauften ARENA am Rennsteig feierte Frankreich einen souveränen Sieg vor Norwegen (+53.7 Sekunden) und Deutschland (+1:28.4 Minuten). 

Startläuferin Lou Jeanmonnot brachte die Französinnen früh in Front, während Deutschland nach einer Strafrunde von Selina Grotian beim ersten Stehendschießen auf Rang 14 zurückfiel. „Schon beim Hinstellen habe ich mir gedacht: Das könnte schwierig werden, meine Hände waren zwei Eisklötze.“ erklärte Grotian nach ihrem Rennen. „Da war dann der Abzug nicht ganz da, weil das Gefühl in der Hand nicht da war.“ 

Julia Tannheimer führte Deutschland wieder bis auf Platz fünf zurück, musste aber fünfmal nachladen, so dass der Abstand auf Oceane Michelon (Frankreich) weiter wuchs. Dafür rückte Norwegen wieder in Schlagdistanz, weil Ingrid Landmark Tandrevold ebenfalls in die Strafrunde musste. 

In der dritten Gruppe zeigte Janina Hettich-Walz ihre ganze Routine. Mit nur zwei Nachladern und einer starken Laufleistung übergab sie auf Platz zwei liegend an Schlussläuferin Franziska Preuß – vor Norwegen, aber weiterhin mit eineinhalb Minuten Rückstand auf die Französinnen. Die laufstarke Justine-Braisaz-Bouchet (0+1) ließ ebenfalls keine Zweifel am souveränen Sieg aufkommen.  

Im Kampf um Platz zwei kam es dann zum Showdown zwischen Franziska Preuß und der Gesamtweltcup-Dritten Maren Kirkeeide. Preuß blieb wie die Norwegerin im ersten Schießen fehlerfrei. Es kam zur Entscheidung beim letzten Anschlag. Während Julia Simon für Frankreich schon entspannt die Schlussrunde angehen konnte, duellierten sich Preuß und Kirkeeide – mit dem besseren Ende für die Skandinavierinnen. Preuß benötigte stehend drei Nachlader, während die junge Norwegerin erneut nervenstark alle Scheiben ohne Extrapatronen abräumte. 

Am Ende gaben die Schießleistungen den Ausschlag für deutlichen Erfolg von Les Bleus. Die starken Schützinnen auf Frankreich benötigten nur acht Nachlader und blieben als einziges Spitzenteam ohne Strafrunde, während Norwegen (+7 Nachlader) und Deutschland (+13 Nachlader) jeweils eine Strafrunde laufen mussten. Große Probleme hatten auch die Mitfavoritinnen aus Schweden auf Platz fünf. Die Staffel-Siegerinnen von Hochfilzen kassierten zwei Strafrunden und wurden gleich zu Beginn zurückgeworfen, als Startläuferin Anna Magnusson beim Liegendschießen der Halteriemen ihrer Waffe riss. Beim Versuch, dies zu beheben, verlor sie wertvolle Zeit und fiel deutlich zurück. 

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